NEWSLETTER 02/2018

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Dyrba und Kollegen Newsletter 02/2018

1. Die Firma „DYRBA & KOLLEGEN Explosionsschutz GmbH“ feiert ihr einjähriges Bestehen

Im Mai 2018 feierte die Dyrba & Kollegen Explosionsschutz GmbH ihren ersten Geburtstag. Seit Aufnahme des Geschäftsbetriebes 2017 blickt das Unternehmen auf ein sehr erfolgreiches erstes Jahr zurück. In den ersten 16 Monaten konnten viele – teils auch hoch komplexe – Beratungsaufträge erfolgreich abgeschlossen werden. Zusätzlich waren auch individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmte Inhouse-Seminare ein wichtiger Bestandteil des Erfolges.


Besonders hervorzuheben ist jedoch der Erfolg, den das Unternehmen mit der Ausbildung zum Fachberater Explosionsschutz - FBEx® erzielen konnte. Das Konzept der Ausbildung trifft exakt den Bedarf am Markt und ist seither stets zu Seminarbeginn ausgebucht. Die extrem positive Bewertung der Seminarteilnehmer zeigt die Werthaltigkeit einer tiefen Verzahnung von Theorie und Praxis. Diese Verzahnung ist ein elementarer Bestandteil und die Basis, damit sich unsere Teilnehmer rechtssicher und praxisorientiert im Themengebiet des Explosionsschutzes bewegen und dabei betriebliche Problemstellungen im Explosionsschutz lösen können.  


2. Ausbildungszyklus 6/2018 zum „Fachberater Explosionsschutz – FBEx®“ ist komplett ausgebucht

Anmeldungen für die Vertiefungsmodule A und B zum „Fachberater Explosionsschutz – FBEx®“, die vom 17. bis 19.10.2018 bzw. 29. bis 31.10.2018 stattfinden, sind nicht mehr möglich.


3. Ausbildungszyklus 11/2018 zum „Fachberater Explosionsschutz – FBEx®“

Für den Ausbildungszyklus 11/2018 zum „Fachberater Explosionsschutz – FBEx®“ sind noch drei Plätze verfügbar, da die Teilnehmerzahl auf max. 12 Personen begrenzt ist. Das Grundmodul findet in der Zeit vom 14.11.2018 – 16.11.2018 statt.


Die Termine für das Vertiefungsmodul A sind 05.12.2018 – 07.12.2018 und für das Vertiefungsmodul B 21.01.2019 – 23.01.2019.


4. Literatur zum Explosionsschutz

Die aktuelle Literatur unseres Firmengründers Dr. Dyrba zum Themengebiet Explosionsschutz wurde auf unserer Homepage eingestellt.

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5. " 43. Lieferung Kompendium Explosionsschutz“

Eingepflegt wurde in die 43. Lieferung auf CD-ROM die elektronische Fassung der neuen DGUV Information 209-087 „Brandschutz an Lackieranlagen – Leitfaden für Planung, Herstellung und Betrieb“ vom Juni 2017.

Die DGUV Information 213-065 (R 003) „Sicherheitstechnische Kenngrößen - Ermitteln und bewerten“ wurde vollständig überarbeitet, aktualisiert und die geänderten Rechtsbezüge, insbesondere im Gefahrstoffrecht (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) eingepflegt. Diese ist elektronisch auf der CD-ROM integriert.

Insgesamt wurden über 80 Fragen zu folgenden Schwerpunktthemen aktualisiert bzw. neu beantwortet:

  • ATEX-Leitlinien (Fragen 1.1.19, 1.1.20, 9.1.4, 9.8.20 ff.)
  • TRGS 407 (Fragen 1.3.25, 1.3.40, 1.3.41)
  • Handlungshilfen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik – LASI (Fragen 1.7)
  • Sicherheitstechnische Kenngrößen (Fragen 2.2.7, 2.4.8, 2.6.7 bis 2.6.12)
  • Acetylen (Fragen 3.6)
  • Smartphones und Tablet PCs (Fragen 6.2.10 ff.), Handys (Frage 9.1.14)
  • Elektrische Anlagen (Fragen 6.10)
  • Prüfungen auf Grundlage der TRBS (Fragen 10.2.9 ff.)
  • Ausbildung zum Fachberater Explosionsschutz - FBEx®, Seminare und Newsletter der Firma Dyrba & Kollegen Explosionsschutz GmbH (Fragen 11.1.2, 11.12.1, 11.13.2)
  • Seminare der Firma Stahl (Fragen 11.13.5 ff.)
  • Abgeschlossene und laufende Forschungsvorhaben (Fragen 13.1.29, 1.2.4, 13.2.8, 13.3.5 und 13.4.19)

Somit stehen Ihnen über 1.100 Fragen und Antworten zum Explosionsschutz zur Verfügung. 

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6. Newsletter - Archiv

Für unsere Newsletter wurde aktuell ein Archiv eingerichtet, in dem alle erschienenen Newsletter für die nächsten zwei Jahre nachgelesen werden können.

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7. TRBS 1001 wurde neu gefasst

Die Neufassung „März 2018“ der TRBS 1001 „Struktur und Anwendung der Technischen Regeln für Betriebssicherheit“ wurde im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht. Neben der Gliederung des TRBS-Regelwerks enthält sie Hinweise zu Anwendung und Vermutungswirkung der TRBS. 

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8. TRBS 1111 wurde neu gefasst

Die TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung“, Ausgabe „März 2018“ wurde im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht. Durch die Erweiterung des Begriffs „Arbeitsmittel“ in der BetrSichV auf überwachungsbedürftige Anlagen und die Berücksichtigung u. a. der physischen und psychischen Belastung bei der Gefährdungsbeurteilung war die TRBS 1111 in einer Reihe von Punkten zu überarbeiten. 

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9. Neufassung der EmpfBS 1114 veröffentlicht

In den Empfehlungen zur Betriebssicherheit EmpfBS 1114 „ Anpassung an den Stand der Technik bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“ Ausgabe „März 2018“ wird die Neufassung der bisherigen Bekanntmachung zur Betriebssicherheit BekBS 1114 des ABS veröffentlicht. Damit wird unterstrichen, dass im Gegensatz zu den TRBS dieses Papier nicht die Vermutungswirkung auslöst. Die EmpfBS 1114 gibt aber weiterhin wichtige Hinweise zur Überprüfung, ob an vorhandenen Arbeitsmitteln zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

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10. Neue Quizfrage

Was muss aus dem Explosionsschutzdokument insbesondere hervorgehen?

  1. Dass die Explosionsgefährdungen ermittelt und einer Bewertung unterzogen worden sind, und ob und welche Bereiche entsprechend Anhang I Nummer 1.7 in Zonen eingeteilt wurden,
  2. dass angemessene Vorkehrungen getroffen werden, um die Ziele des Explosionsschutzes zu erreichen (Darlegung eines Explosionsschutzkonzeptes) und für welche Bereiche Explosionsschutzmaßnahmen nach § 11 und Anhang I Nummer 1 getroffen wurden,
  3. wie die Vorgaben nach § 15 umgesetzt werden,
  4. welche Überprüfungen nach § 7 Absatz 7 und welche Prüfungen zum Explosionsschutz nach Anhang 2 Abschnitt 3 der Betriebssicherheitsverordnung durchzuführen sind,
  5. dass zur Prüfung befähigte Personen in ausreichender Anzahl bestellt worden sind und6.  die wichtigsten Rechtsvorschriften zum Explosionsschutz eingehalten werden. 

Bitte übermitteln Sie uns die Nummern der richtigen Antworten bis zum 26.Oktober 2018.

  • Erster Preis: Gutschein für eine Ausbildung bei der Firma Dyrba und Kollegen Explosionsschutz in Höhe von 500,00 €
  • Zweiter Preis: Gutschein für die Fachtagung der „Fachberater Explosionsschutz – FBEx®“ in Höhe von 250,00 €
  • Dritter Preis: explosionsgeschützte Taschenlampe

11. Auflösung der Quizfrage

Ist eine Taschenlampe „Stabex mini LED“ mit folgender Kennzeichnung:
Ex-Zeichen, II 2G EX ib IIC T4 Gb BVS 08 ATEX CE 0158 für Wasserstoff in Zone 1 einsetzbar?

Die Antwort lautet: JA

Die Gewinner wurden zwischenzeitlich ermittelt und benachrichtigt.
Wir gratulieren den Gewinnern. 


Zu 7.:

Die TRBS sind an die neue Definition von „Arbeitsmittel“ sowie die neuen Inhalte der BetrSichV u. a. zu physischen und psychischen Belastungen der Beschäftigten, die bei der Verwendung von Arbeitsmitteln auftreten, anzupassen. Dies ist natürlich auch bei der Neufassung der TRBS 1001 berücksichtigt. Die TRBS weist auch darauf hin, dass im ABS Empfehlungen zu wichtigen Fragestellungen (EmpfBS) erarbeitet werden, die allerdings keine Vermutungswirkung entfalten. Gegenüber der Vorfassung wird stärker betont, dass die gefährdungsbezogenen Regeln (2000er Reihe) beispielhafte Schutzmaßnahmen nennen und so zur Konkretisierung und Verständlichkeit beitragen sollen. Es wird deutlicher gemacht, nach welchen Kriterien der Regelungsbedarf durch spezifische Regeln (3000er Reihe) zu bestimmen ist, die weiterhin die Ausnahme bleiben sollen. Neugefasst und ausführlicher ist der Teil 4 zu Anwendung und Wirksamkeit der TRBS. Eingegangen wird auf die Voraussetzungen für die Vermutungswirkung und wie vom Arbeitgeber bei Abweichen ein Nachweis der gleichwertigen Erfüllung der BetrSichV geleistet werden kann.
Hinsichtlich der Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung bzgl. Anpassung vorhandener Arbeitsmittel, wenn TRBS neue oder andere Schutzmaßnahmen vorsehen, wird auf die EmpfBS 1114 hingewiesen. 

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Zu 8.:

Wegen der Zusammenfassung von Werkzeugen, Geräten, Maschinen oder Anlagen, die für die Arbeit verwendet werden, sowie der überwachungsbedürftigen Anlagen unter dem Begriff „Arbeitsmittel“ und der Verpflichtung für die Verwendung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und erforderliche Schutzmaßnahmen festzulegen, konnten die Aussagen zur „sicherheitstechnischen Bewertung“ in der TRBS 1111 entfallen.

Andererseits wurden in der BetrSichV einige Aspekte neu in den Fokus gerückt, die bei der Gefährdungsbeurteilung ausdrücklich zu berücksichtigen sind:

  • Gebrauchstauglichkeit von Arbeitsmitteln, einschließlich ergonomischer, alters- und alternsgerechter Gestaltung,
  • sicherheitsrelevante (auch ergonomische) Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren, Arbeitsorganisation, Arbeitsablauf, Arbeitszeit und Arbeitsaufgabe, 
  • physische und psychische Belastungen bei der Verwendung von Arbeitsmitteln und
  • vorhersehbare Betriebsstörungen und Notfallsituationen.

Der Abschnitt über die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung wird in der TRBS 1111 deutlich weiter ausgeführt als im Vorläuferdokument. Zur Beschaffung von Arbeitsmitteln wird auf die gleichnamige EmpfBS 1113 (noch: BekBS 1113) verwiesen.
Bevor auf die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung eingegangen wird, werden „Grundsätze zur Vorgehensweise“ vorgestellt, u. a.:

  • Die Gefährdungsbeurteilung soll die voraussehbaren Tätigkeiten in allen Phasen der Verwendung der Arbeitsmittel berücksichtigen (z. B. Montage/Installation, Bedienen, Einstellen usw. bis zur Außerbetriebnahme/Demontage oder auch Abtransport und Aufbewahrung).
  • Vor der erstmaligen Verwendung eines Arbeitsmittel muss die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüft werden, sofern nicht entsprechende Prüfungen nach §§ 14 oder 15 sowieso erfolgt sind.
  • Art und Umfang erforderlicher Prüfungen und Fristen der wiederkehrenden Prüfungen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln (Dies wird weiter ausgeführt in Abschnitt 4.6 der TRBS 1111).

Neu sind Abschnitte zu Gebrauchstauglichkeit, alters- und alternsgerechter Gestaltung, ergonomischen Zusammenhängen, physischer und psychischer Belastung (hierbei wird auf die Dokumente der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) verwiesen) sowie zur Einbeziehung vorhersehbarer Betriebsstörungen.
Das Ablaufschema zu den Prozessen bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist zu Beginn um eine Entscheidungsraute zur „Beschaffung von Arbeitsmitteln“ (Verweis auf EmpfBS 1113) und eine weitere zur „Anwendung der vereinfachten Vorgehensweise nach § 7 BetrSichV“ erweitert worden.
Der Abschnitt zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist im Wesentlichen unverändert, allerdings werden die einzelnen Elemente konkreter, mit mehr Beispielen dargestellt als in der vorherigen Fassung. Neu sind die Erläuterungen zu selbst hergestellten Arbeitsmitteln im Abschnitt „Informationsbeschaffung“.

Ebenfalls neu ist der Abschnitt 5.2.3, der auf die vereinfachte Vorgehensweise nach § 7 BetrSichV eingeht:
Bei

  • typischerweise neuen Arbeitsmitteln,
  • die bestimmungsgemäß verwendet werden,
  • bei denen keine „zusätzlichen Gefährdungen“ auftreten und
  • für die Instandhaltungsmaßnahmen und Prüfungen festgelegt und dokumentiert sind,

können Vereinfachungen bei der Dokumentation erfolgen. Die vereinfachte Vorgehensweise ist nicht zulässig für überwachungsbedürftige Anlagen und Arbeitsmittel nach Anhang 3 BetrSichV.
„Empfehlungen zur Berücksichtigung der psychischen Belastung in der Gefährdungs­beurteilung“ sind in einen Anhang ausgegliedert. 

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Zu 9.:

Die Unterscheidung zwischen dem Stand der Technik beim Inverkehrbringen und dem bei der Verwendung von Arbeitsmitteln wird in der EmpfBS sprachlich klarer formuliert als im Vorläuferdokument. Es wird darauf hingewiesen, dass auch gebrauchte Arbeitsmittel beim Bereitstellen auf dem Markt sicher sein müssen, sie brauchen allerdings nicht dem Stand der Technik von neuen Produkten entsprechen. Die Tatsache, dass eine Produktnorm fortgeschrieben wurde, zieht für den Arbeitgeber nicht zwangsläufig eine Nachrüst­verpflichtung bereits verwendeter Arbeitsmittel nach sich. Es können aber ergänzende Schutzmaßnahmen erforderlich werden, wobei auch dem „Verbesserungsgrundsatz“ (§ 3 Absatz 1 Satz 3 ArbSchG) Rechnung zu tragen ist.

In der EmpfBS 1114 sind zwar keine inhaltlichen Änderungen der Empfehlungen an den Arbeitgeber erfolgt, insbesondere aber der Abschnitt 3.2 „Ermitteln des Stands der Technik” wurde erweitert, untergliedert und mit einem grafischen Schema versehen, das den vorgeschlagenen Ablauf verdeutlicht:

  • Der Arbeitgeber hat zu prüfen, ob in der BetrSichV, in TRBS oder Veröffentlichungen des ABS Gefährdungen konkret genannt sind, ist das der Fall, dann müssen die festgelegten Maßnahmen den Anforderungen dieser Regelwerke entsprechen.
  • Nachrangig muss er prüfen, ob es andere gesicherte Erkenntnisse zum Stand der Technik gibt (DGUV-Regelwerke, Veröffentlichungen einzelner UV-Träger, der Länder oder der BAuA) und ggf. bei der Verwendung des Arbeitsmittels die dort genannten Schutzmaßnahmen anwenden.
  • Enthalten diese Regelwerke keine konkreten Anforderungen, muss er die Schutzmaßnahmen selbst fachkundig festlegen, wobei er auf praxisbewährte Erkenntnisse (z. B. Veröffentlichungen von Industrieverbänden, Branchenstandards) oder Fachleute zurückgreifen kann.

Das Ablaufschema für die Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung und die Anpassung der Schutzmaßnahmen wurde - ebenso wie die Beispiele - sachlich unverändert aus der BekBS 1114 übernommen.

Der Abschnitt 3.5 ist ebenfalls unverändert, nur die Überschrift „Hinweise zu Prüfkriterien“ lautet jetzt „Hinweise zur Bewertung von Ausnahmefällen“. Er beinhaltet, dass in Ausnahmefällen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit herangezogen werden kann. 

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